Montag, 10. Oktober 2011

Unverschämtheit - Geld verdienen auf Kosten Behinderter!

Da flatterte uns neulich ein Flugblatt ins Haus. Altkleidersammlung, offenbar für einen caritativen Zweck, wie das Rollstuhllogo in der oberen Ecke verriet. Toll, dachte ich, sinnvoll.
Aber wenn man das Flugblatt dann genauer durchlas und nicht nur das Fettgedruckte beachtete, dann fielen die kleingedruckten Begriffe  "Gewerbliche Sammlung" und das Sammelunternehmen  "Textilrohstoffe Soundso" auf - ja wie??? Was ist denn mit dem Rollstuhl? Keine Verwendung der Kleidung in caritativen Kleiderkammern, keine Spende der Verkaufserlöse an Behinderteneinrichtungen? Offenbar nicht.


(Größer? - klick auf das Bild)

Ich halte das für Betrug! Ich bin sicher, dass sich dieses Sammelunternehmen rechtlich abgesichert hat, indem es im Flugblatt eindeutig auf die "gewerbliche Sammlung" hinweist. Aber moralisch ist es trotzdem ein Betrug, das ist meine bescheidene Meinung. Man spekuliert auf besonders freigebige Kleiderspenden "für den guten Zweck", weil kaum einer so ein Flugblatt bis zum Ende liest...
Ich kann diese Leute nicht dafür drankriegen, aber ich kann sie verachten - und meine Kleiderspenden weiterhin ins Sozialkaufhaus bringen. Denn da weiß ich, wo es ankommt!


LG
Anke

Kommentare:

Shushan hat gesagt…

Hi,
ja, das ist wirklich frech. So empfinde ich das auch. In letzter Zeit flattern bei uns viele solcher Zettel in den Briefkasten. Dazu kommen noch diese nervigen Plastikeimer, die einem ungefragt vor die Haustür gestellt werden.
Ich bin auch dazu übergegangen, meine Sachen selbst dorthin zu bringen, wo ich weiß, dass sie guten Zwecken dienen.
Liebe Grüße,
Shushan

Mona hat gesagt…

Dem kann ich mich nur anschliessen.
Bei uns hängt inzwischen schon jede Woche so ein ähnlicher Zettel an der Haustür.
Ebenfalls aufgemacht als handelt es sich um eine caritative Sammlung, und unten im "Kleingedruckten" steht dann auch "gewerbliche" Sammlung.
Ich kann mir vorstellen, dass sich viele den Zettel gar nicht bis zum Ende durch lesen und ihre Sachen "spenden".
Wir bringen unsere nicht mehr benötigten Gardrobenteile schon seit Jahren zur Kleiderkammer. Nicht mehr gebrauchte Leinen, Halsbänder usw. geben wir beim örtlichen Tierheim ab.
Viele Grüße,
Mona